Unwetter in Mitteleuropa
- 18. Juli 2021
- 2 Min. Lesezeit
Deutschland:

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) plant, in die betroffene Region in Rheinland-Pfalz zu reisen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) besuchen am Samstag den besonders von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Rhein-Erft-Kreis. Laschet beklagte eine «Flut-Katastrophe von historischem Ausmass». Es sei zu befürchten, dass die Opferzahlen weiter steigen.
Im Westen Deutschlands waren auch am Freitagnachmittag noch rund 102'000 Menschen ohne Strom. Das Unwetter und die daraus entstandenen Überflutungen sorgten weiterhin für Ausfälle in der Stromversorgung in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, teilte der Energieversorger Westenergie in Essen mit. (Text: DPA)
Schweiz:
Zentralschweiz und Vierwaldstättersee:

In der Stadt Luzern ist der Pegel des Vierwaldstättersees in der Nacht von Samstag auf Sonntag unter die kritische Marke von 434.9 Metern gesunken. Seither ist er stetig, aber langsam zurückgegangen. Heute kurz vor Mittag lag der Pegel bei 434.86 Metern über Meer. Die Gefahr vor einer Überschwemmung des Schwanenplatzes ist gebannt. Dennoch gilt für den Vierwaldstättersee weiterhin die höchste Gefahrenstufe 5 und die Schutzmassnahmen werden aufrechterhalten. Die Fussgängerbrücken in der Stadt Luzern werden voraussichtlich am Montag wieder freigegeben. (Text: SRF)
Aare:

In Bern hat das Hochwasser der Aare am Freitagmittag im Altenberg-Quartier die Häuser erreicht. Der Aare-Abfluss unterhalb des Thunersees ist auf Gefahrenstufe 5 angestiegen. An der Messstation Schönau flossen nach 13 Uhr rund 565 Kubikmeter Wasser pro Sekunde vorbei. Der Rekord von 1999 liegt bei 613 Kubikmetern pro Sekunde. Die Feuerwehr hat in den Quartieren Marzili, Altenberg und Matte vorbeugend Hochwassersperren aufgebaut. Mittlerweile sinkt der Pegelstand der Aare in Bern wieder. (Text: SRF)
Zürichsee:
Das Bafu stuft die Hochwassergefahr weiterhin als «gross», also Stufe 4 von 5, ein. Am Samstag haben der Zürich- und der Greifensee den Höchstwert erreicht, teilte der Kanton auf Anfrage mit. Nun dürften die Wasserstände für Tage auf sehr hohem Niveau verharren, die Lage hat sich allerdings stabilisiert. Die Polizei hat private Bootsbesitzer vorerst zum Verzicht auf Ausfahrten aufgefordert. Der kommerzielle Schiffsverkehr auf dem Zürichsee wurde bis mindestens Samstag teilweise eingestellt. (Text: SRF)




Uri hat seine Haussufgaben in Sachen Hochwasserschutz gemacht, aber leider viele andere Kantone noch immer nicht!